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Johannes Längle – Posterpreis – 34th annual meeting Austrian Society of Surgical Oncology

(Wien, 17-10-2017) Johannes Längle von der Klinischen Abteilung für Allgemeinchirurgie der Universitätsklinik für Chirurgie der MedUni Wien/AKH Wien wurde bei der diesjährigen 34. Jahrestagung der Österreichische Gesellschaft für Chirurgische Onkologie (ACO-ASSO) mit einem Posterpreis ausgezeichnet.

Die Studie hatte den Titel „DNA damage, DNA sensor DDX41 and ER stress response predict prognosis and treatment response in colorectal liver metastases patients undergoing bevacizumab based neoadjuvant chemotherapy following liver resection“ und wird unter anderem im Rahmen des Ludwig Boltzmann Institute Applied Diagnostics (lbi:ad) und des Comprehensive Cancer Center Vienna (CCC) durchgeführt.

Präklinische Modelle konnten zeigen, dass Schaden in der Erbinformation, Desoxyribonukleinsäure (DNS), welcher durch innere oder äußere Ursachen entstanden ist, Typ I Interferon (IFN) induzieren kann. Diese Induktion ist essenziell für Erzeugung von Krebs gerichteten zytotoxischen T-Lymphozyten (T-Zellen), welche in weiterer Folge mit einem verlängerten Überleben assoziiert sind.
In diesem Zusammenhang untersuchte Johannes Längle und das Forschungsteam, inwieweit DNS Schaden, DNS Rezeptoren, innerer Zellstress, und IFN mit T-Zellen im Gewebe von PatientInnen mit Lebermetastasen (gestreuter Darmkrebs in der Leber) in Wechselbeziehung steht und folglich deren Auswirkung auf das rückfallfreie und Gesamtüberleben.
Die Auswertungen zeigten, dass DNS Schaden einen ungünstigen Einfluss auf das rückfallfreie und Gesamtüberleben bei PatientInnen mit Lebermetastasen hat. Hingegen ist ein innerer Zellstress mit einem verlängerten rückfallfreien Überleben assoziiert. Des Weiteren ist der DNS Rezeptor DDX41 mit dem radiologischen Therapieansprechen assoziiert. Demnach könnten Marker für DNS Schaden und eine darauffolgende Reaktion, als prognostische und/oder prädiktive Biomarker, sowie als therapeutische Ziel bei PatientInnen mit Lebermetastasen fungieren.

Zur Person
Johannes Längle studierte Humanmedizin an der Medizinischen Universität Wien, im Rahmen dessen wurde ihm mehrmals ein Leistungsstipendium sowie eine Forschungsförderung zuerkannt. Derzeit absolviert er ein PhD-Studium an der Medizinischen Universität Wien im Thematischen Programm „Immunologie“ in Assoziation mit dem Ludwig Boltzmann Institute Applied Diagnostics (lbi:ad) unter der Betreuung von Michael Bergmann. Derzeit befindet er sich in Ausbildung zum Sonderfach Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie an der Klinischen Abteilung für Allgemeinchirurgie der Universitätsklinik für Chirurgie. Sein wissenschaftliches Interesse widmet er vor allem der Tumorimmunologie, Immunonkologie und Chirurgischen Onkologie.

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